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Gründung des DAV Türkei stärkt deutsch-türkische Rechts- und Wirtschaftsbeziehungen

(8 Juni 2012 Freitag)

Deutscher Anwaltverein fordert Umsetzung der Pläne für eine deutsch-türkische Juristenfakultät in Istanbul

Istanbul/Berlin (DAV). Die Gründungsfeier des Deutschen Anwaltvereins Türkei, des DAV‑Alman Avukatlar Dernegi, fand  am 6. Juni 2012 in der historischen Sommerresidenz des deutschen Botschafters im Istanbuler Stadtteil Tarabya statt. In Anwesenheit des Bundesaußenministers, des deutschen Botschafters und der Generalkonsulin Deutschlands in Istanbul wurde der DAV Türkei als Brücke zwischen der lokalen und der internationalen Anwaltschaft bezeichnet. Zugleich ist er ein Zeugnis eines sich dynamisch entwickelnden internationalen Rechtsdienstleistungsmarktes und einer offenen, wachsenden türkischen Wirtschaft. Der DAV forderte die Umsetzung der Pläne zur Schaffung einer deutsch-türkischen Juristenfakultät, die vor einigen Jahren gegründet werden sollte, deren Aufbau jedoch ins Stocken geraten ist.

Der DAV Türkei spiegelt nicht nur die Bedeutung des Wirtschaftsstandortes und der Region wider. Er fördert auch den Ausbau der deutsch-türkischen Rechts- und Wirtschaftsbeziehungen“, so Rechtsanwalt Prof. Dr. Wolfgang Ewer, DAV-Präsident, in Tarabya. So habe die Türkei zahlreichen deutschen Rechtswissenschaftlern auf der Flucht vor der Nazidiktatur Exil gewährt und ihnen die Möglichkeit gegeben, an türkischen Universitäten zu forschen und zu lehren. Liberale, fortschrittliche Hochschulgesetze hätten dies möglich gemacht. „Eine ganze Generation türkischer Studenten ist infolgedessen auch von deutschen Juraprofessoren ausgebildet worden. Vielleicht ein Glücksfall für beide Seiten“, betont Ewer weiter.

Auch der Bundesaußenminister, Rechtsanwalt Dr. Guido Westerwelle, begleitet das Wirken des Deutschen Anwaltvereins (DAV) schon lange und sieht wie der DAV große Chancen in der Internationalisierung der Anwaltschaft: "Das bilaterale Verhältnis Deutschlands und der Türkei geht weit über gute Regierungskontakte hinaus. Nicht zuletzt von den konkreten Beiträgen auch des Deutschen Anwaltvereins Türkei für die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende anwaltliche Tätigkeit profitieren unsere hervorragenden bilateralen Beziehungen."

Die vielen verschiedenen Berührungspunkte zwischen dem türkischen und dem deutschen Recht dokumentieren, dass all diese Rechtssysteme Verwandte sind, die alle der Familie des kontinentaleuropäischen Rechts angehören. Daraus ergibt sich die Folge, dass die türkischen und die deutschen Juristen, vor allem aber die türkischen und die deutschen Anwältinnen und Anwälte im internationalen Wettbewerb der Rechtssysteme auf einer Seite stehen.

Die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft, die Zunahme internationaler Schiedsgerichtsinstitutionen sowie der grenzüberschreitende Informationsaustausch erhöhen den Bedarf des beruflichen Austausches zwischen lokalen und internationalen Anwältinnen und Anwälten. Die Türkei ist mit ihrer herausragenden geographischen Lage nicht nur eine Brücke zwischen Asien und Europa, sondern hat sich vor allem zu einem Zentrum des internationalen Handels etabliert. Als gemeinsame Vertreter des kontinentaleuropäischen Rechts fördern wir, die Anwälte in der Türkei und in Deutschland, die Globalisierung der Anwaltschaft sowie die Freiheit der juristischen Dienstleistungen. Der DAV Türkei hat sich dabei zur Aufgabe gemacht, einerseits den Berufsstand des Anwaltes mit den heute gegebenen Bedingungen einer globalisierten Welt in Einklang zu bringen sowie andererseits, sich für die Beseitigung von Hindernissen, wie z. B. bürokratische Hürden, einzusetzen.“, hob die Vorsitzende des DAV Türkei, Frau Rechtsanwältin Handan Ilhan, zur Motivation der Gründung eines Deutschen Anwaltvereins in der Türkei hervor.

Vor einigen Jahren sollte in der Türkei eine deutsch-türkische Juristenfakultät gegründet werden. Der damalige Bundespräsident Dr. Horst Köhler hatte hierfür den Grundstein gelegt.

Die Initiative ist ins Stocken geraten. Der DAV appelliert, diese Vision einer deutsch-türkischen Juristenfakultät umzusetzen. „Vielleicht geht von dieser Gründungsveranstaltung der Impuls aus, das Projekt konstruktiv voranzutreiben.“, so Ewer weiter.

<< Geri Dön

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